Nein, ich will meinen Staubsauger nicht wegwerfen! – Teil II

Die Reparatur meines Philips Staubsaugers war nicht so ressourcenschonend, wie ich mir gewünscht hätte. Aber immerhin erfolgreicher, als ich nach dem Kundenservice-Chat bei Philips mit Frau Hück dachte!

Was war erfolgreich?

+ Zuallererst: Ich musste meinen Staubsauger nicht wegwerfen!
+ Der Kippschalter ist ersetzt und der Staubsaugerfuss damit wieder funktionsfähig.
+ Entgegen der Aussage im Kundenchat von Philips konnte mir Sertronics, der Ersatzteillieferant in der Schweiz, ein einzelnes Ersatzrad liefern. Das Rad war ganz einfach einzuklicken, ist wieder dran und funktioniert. Das wird Philips zurückgemeldet!
+ Das Vlies des Motorfilters ist ersetzt.
+ Der Ersatzteillieferant in der Schweiz hatte auch Staubsaugerbeutel auf Lager, die ich mir gleich mitliefern lassen konnte.
+ Die Lieferzeit für die Ersatzteile war sehr schnell! Danke, Sertronics!

Was war nicht gut?

– Der Kippschalter liess sich nicht einzeln ersetzen. Ich musste den ganzen Fuss bestellen. Was für eine Ressourcenverschwendung!
– Frau Hück vom Kundendienst-Chat von Philips hatte mir geschrieben, es gäbe kein Rad als Ersatzteil. Das stimmte nicht, wie ich bei Sertronics erfahren konnte.
– Die Kosten lagen bei rund 83 Franken: 35.40 für das Rad, 26.90 für die Bürste und 6.10 für das Filtervlies. Dazu kamen noch Versandspesen von 14.50. Bei einem Neupreis von 349 Franken für den Staubsauger ist das mehr als ein Viertel des Kaufpreises. Ganz schön happig!

Mein Fazit

Alles in allem: ein durchmischtes Erlebnis. Die Preise für die Ersatzteile sind unverhältnismässig hoch. Aber: ich freue mich trotzdem sehr, dass der Staubsauger jetzt wieder „tiptop“ ist, wie man in Helvetien so schön sagt!

Anbei ein paar Fotos!

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8 Gedanken zu „Nein, ich will meinen Staubsauger nicht wegwerfen! – Teil II

  1. Sehr interessant dieser Beitrag! Haben Sie evtl ein paar kleine Tipps wie ich ihn auseinander nehmen kann- ohne dabei etwas abzubrechen? Müssen die Räder dafür runter?

    • Hallo Janis
      Das war schön länger her, aber ich meine mich zu erinnern, dass ich die Räder abgenommen habe. Heutzutage ist ja leider alles gesteckt und geklebt, da braucht man Fingerspitzengefühl…
      Liebe Grüsse
      Cornelia

  2. Hallo
    Bei unserem praktisch neuen Staubsauger hat sich der Motor verabschiedet. Wahrscheinlich hatte jemand im Ferienchalet Wasser eingesaugt. Im Internet habe ich den passenden Austauschmotor in D ohne weiteres gefunden. Aber: ‚Keine Lieferung in die Schweiz!‘
    Ein Anruf bei Philips CH und ich werde informiert, dass der Service exklusiv an die Fa. Sertronics vergeben wurde. Dort angerufen wird mit mitgeteilt, dass ein einzelner Motor aus Sicherheitsgründen nicht an eine Privatperson versendet werde – da nützt auch mein Abschluss als Maschinenmechaniker nichts!… Also Motor über ein örtliches Elektrounternehmen bestellt und von mir in 15 Minuten eingebaut.
    Funktioniert! Man(n) hat’s nicht einfach… aber alles Wegwerfen? Sicher nicht! Wo bleibt das Umweltbewusstsein der Elektrogerätehersteller??

    • Hallo Daniel, ich finde es super, dass Du nicht aufgegeben hast! Man bekommt echt Steine in den Weg gelegt. Manchmal wird man als reparaturwilliger Mensch so richtig entmündigt, findest Du nicht?
      Dein Kommentar hat mich sehr gefreut, vielen Dank.
      Herzlichen Gruss, Cornelia

  3. Finde ich super, dass Du es hinbekommen hast!

    Ich hatte mal ein Erlebnis mit meinem Fernseher. Es war 2 Monate nach Ablauf der Garantie. Klingelt da was?
    Also habe ich den Fernseher hingebracht und man sagte mir, dass ich alleine fürs Anschauen was bezahlen muss. Diese Kosten werden dann der Reparatur abgezogen, wenn ich ihn tatsächlich reparieren lasse.
    Der Kostenvoranschlag besagte ebenfalls rd. 25% des Anschaffungswertes, ich habe das aber durchgezogen und seitdem läuft er wieder problemlos. Und das schon länger als die Garantiezeit zuvor war, insgesamt habe ich den Fernsehr schon 5 Jahre.

    Es zahlt sich also aus, diese „Sollbruchstellen“ nicht hinzunehmen sondern zu reparieren.

    lg
    Maria

    • Ich hoffe, er hält noch mindestens weitere fünf Jahre! Das Problem hat einen Namen: geplante Obsoleszenz. Darüber lese ich gerade ein gutes Buch – die Rezension folgt. Ich habe mich sehr über Deinen Kommentar gefreut, danke! „verfolge“ Dich nun auch 🙂

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