Eingebaute Schwachstellen: Alles Erfindung? (Die Furche, 7. November 2013)

Susanne Wolf, Journalistin und Autorin

Fernsehgeräte, die nach Ablauf der Garantie ihr Leben aushauchen oder Drucker, die nach einer gewissen Anzahl von Aufträgen ins Nirvana gleiten: Alles nur Zufall? Oder steckt böse Absicht dahinter?

Seit Jahren wird über das Phänomen der „Geplanten Obsoleszenz“, also der bewussten Reduktion der Produktlebensdauer durch den Hersteller selbst, gestritten. Während die Wirtschaft von einem Mythos spricht, sammeln Fachleute und Konsumenten(schützer) massenweise Belege für vorzeitigen Verschleiß .

Das Phänomen selbst ist jedenfalls nicht neu: Es war 1921, als das für seine hohe Qualität gerühmte „Model T“ des Autoherstellers Ford noch den US-Markt beherrschte. Der Hauptkonkurrent General Motors hingegen verfolgte bereits die Strategie von schnellem Modellwechsel – und verkürzte bewusst die Haltbarkeit: „Our big job is to hasten obsolescence“, erklärte Harley Earl, einer der führenden Manager von GM – und steigerte damit die Absätze enorm. Ein weiteres Beispiel war jenes des so genannten „Phoebius-Kartells“, bei dem sich die großen Glühlampenhersteller 1924 darauf…

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